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Frühlingszeit ist Beginn der Pollenzeit
Tipps und Interessantes für Allergiker
 
Kaltes und unbeständiges Wetter hat bisher zu geringere Pollenbelastung geführt. Mit der derzeitigen Wetterbesserung wird sich die Situation völlig umstellen: Erle und Hasel werden auch in den mittleren und höheren Lagen bald ausgestäubt sein, dafür treten harmlose Pollen (Blütenstaub) von Pappel, Weide, Ulme, Ahorn und Eibe vermehrt auf. In den tieferen Lagen setzt verzögert die Blüte der Esche in, und im östlichen und südlichen Flach- und Hügelland beginnen die ersten Birken zu blühen. Auch wenn die Belastungen heuer insgesamt geringer ausfallen werden als im Vorjahr, wird es schon mäßige bis starke Belastungen geben.
 
 
Welche Pollen werden heuer die größten Probleme verursachen?
- Gräserpollen (auch Getreide wie Hafer, Weizen, Gerste, Roggen)
- Baumpollen (Erle, Hasel, Birke) und
- Kräuterpollen (Ragweed, Beifuß, Margarite, Löwenzahn, Raps)

Pollen sind verantwortlich dafür, dass Millionen von Menschen in der schönen Jahreszeit mit Niesattacken, rinnender oder verstopfter Nase und Atembeschwerden kämpfen. Dabei wiederum sind Birkenpollen im Frühjahr, die Gräserpollen ab ca. Mai und Ragweed im Herbst die häufigsten Auslöser. Die heurige Pollensaison war bisher recht mild. Die Belastungswellen durch Eschen- Hasel, Ulmen und Erlen sind aufgrund der Wetterlage weniger stark ausgefallen. Doch können in den nächsten Wochen vermehrt Birkenpollen Probleme verursachen. Alljährlich gibt es mehr Menschen, die auf den Blütenstaub von Birken allergisch reagieren.

Die Gräserpollensaison steht uns noch bevor, im Mai startet sie in West- und Mitteleuropa und in den nördlichen Gebieten kann es schon Juni oder erst Juli werden, bis die ersten Gräser zu blühen beginnen. Wegen der Vielfalt der Arten dauert die Saison in der Regel etwa zwei Monate oder noch länger. Gräserpollen haben eine hohe allergene Potenz. In West-und Mitteleuropa sind sie bei weitem das wichtigste Pollenallergen.

Kann man über 30 auch noch plötzlich Allergiker werden?
In der Vergangenheit ging auch die Fachwelt davon aus, dass nur Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene neu an Pollenallergie erkranken. In den letzten Jahren hat sich dies erschreckend geändert. Inzwischen gehen die Fachleute davon aus, dass jeder Fünfte im Alter zwischen 45 und 79 Jahren unter einer Allergie leidet. Und die Patienten werden immer älter.

Welche Symptome deuten auf eine Allergie hin?
Wenn allergische Menschen mit Pollen in Kontakt kommen, kommt es zu den leidlich bekannten Erscheinungen wie: Niesreiz, rinnende Nase, Nasenblockade, und/oder roten Augen, Juckreiz und Fremdköpergefühl in den Augen, gegebenenfalls auch Atembeschwerden und Asthma, auch Hautausschläge oder Schwellungen vor allem im Gesicht können eine Folge von Pollenkontakt sein.

Bringen Sprays oder Tabletten etwas? Welche Therapien bringen einen langfristigen Erfolg?
Unterdrücken der Symptome mit antiallergischen Medikamenten oder anderen Behandlungen und Immuntherapie (Allergie-Impfung, Hyposensibilisierung): Bisher standen zwei Möglichkeiten einer Immuntherapie zur Verfügung: das Allergen regelmäßig unter die Haut spritzen zu lassen oder täglich unter die Zunge zu tropfen. Seit 2006 gibt es diese Behandlungsoption erstmalig als innovative Tablette für Gräserpollenallergiker. Die Gräsertablette ist einfach anzuwenden und die Wirkung höchst Erfolg versprechend - vor allem dann, wenn früh genug vor der Gräserpollensaison mit der Behandlung begonnen wird. Idealer Zeitpunkt für den Therapiebeginn ist der Herbst.
Das Vermeiden des Allergenkontaktes ist die beste Lösung, gefolgt von der medikamentösen Therapie und der Allergie-Impfung. Die optimale Lösung stellt natürlich eine Kombination aller drei Möglichkeiten dar.

Ist so eine Allergie einfach ein lästiges Übel, durch das man im Frühling eben durch muss, oder birgt sie auch ernsthafte Risiken?
Eine Allergie ist ein chronischer Entzündungsprozess. Versäumt man eine frühzeitige und adäquate Behandlung, so folgt durch die ständige Belastung häufig ein "Etagenwechsel" zu Entzündungen der tiefer.

Mehr Infos finden Sie hier:
http://www.apotheker.or.at/